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Beurteilung von reparierten Regalbauteilen - ein Dauerbrenner

Hagen, 18.05.2018

Schon die Frage, ob Regalteile repariert werden sollen oder nicht, sorgt für umfassende Diskussionen im Markt.

Dabei ist die Position hierzu eigentlich klar standardisiert. So regelt die DIN EN 15635 (Abschnitt 9.7.3) eindeutig, dass „Originalteile“ zum Austausch von beschädigten Regalbauteilen herangezogen werden sollen. Nur eine Instandsetzung mit Originalbauteilen ist im Hinblick auf die vermeidbaren Risiken einer Reparatur zu empfehlen. Bitte beachten Sie auch das LBE Positionspapier „Risiko einer Reparatur“ zu diesem Thema.

Für noch mehr Diskussionen sorgt aktuell ein Fall im Markt, bei dem es sehr unterschiedliche Positionen über die Beurteilung von reparierten Regalbauteilen gibt.

Mit der aktuellen Verbandsempfehlung „Beurteilungsausschluss bei Regalreparatur“ des Verbandes für Lagertechnik und Betriebseinrichtungen e. V. (LBE) soll vor allem dem Inspekteur eine Handlungshilfe an die Hand gegeben werden, mit der eine sichere Beurteilung erfolgen kann.

Die Inspektion der Regalanlagen erfolgt unter Anwendung der DIN EN 15635:2009-08. Diese beschreibt eindeutig, wie in Bezug auf Reparaturen zu verfahren ist.

Demnach sind Reparaturen an beschädigten Bauteilen nicht zulässig, es sei denn, sie sind vom Lieferanten der Einrichtung genehmigt worden.

Konnte bei der Inspektion anhand des optischen Ist-Zustandes nicht geprüft werden, ob und in welchem Umfang an dem reparierten Regalbauteil ein Schaden vorlag, kann in der Folge darüber hinaus die Bauteileigenschaft nach der Reparatur nicht beurteilt werden.

Umsetzung der LBOs bzw. VVTB leicht gemacht

Hagen, 11.05.2018

In Zusammenarbeit mit Herr RA Michael Halstenberg, Kanzlei KOPP, ASSENMACHER & NUSSER, hat der Verband für Lagertechnik und Betriebseinrichtungen eine Checkliste erarbeitet, die die Anwendung und wichtige Fragepunkte in Bezug auf die Landesbauordnungen (LBOs) und Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmung (VVTB) erfasst.

Damit erhalten die Mitglieder ein leichtes und wichtiges Tool zur Unterstützung an die Hand.

Die Checkliste ist für Mitglieder im Downloadbereich abrufbar.

Neue Industriebaurichtlinie bringt Änderungen

Hagen, 05.04.2018

In einem ersten Schwerpunktworkshop am 21. März 2018 wurden in der Geschäftsstelle des Verbandes für Lagertechnik und Betriebseinrichtungen e. V. die Änderungen und Auswirkungen der neuen Industriebaurichtlinie (IndBauRL) durch den Referenten Herrn RA Michael Halstenberg, KOPP-ASSENMACHER & NUSSER, vermittelt.

RA Haltstenberg lieferte fundierte Einleitungen und Erläuterungen der Verwaltungsvorschriften und der Abhängigkeiten zwischen den Vorgaben und Umsetzungsvorschriften inklusive der Gültigkeit entsprechender Vorschriften.

„Erfolg (Werksvertrag) tritt ein, wenn das Bauvorhaben nutzbar abgeschlossen und der Vertrag erfüllt wird (Abnahme).“ Dieser Leitsatz macht deutlich, welche Planungsverantwortung bzw. Ausführungsverantwortung der Auftraggeber und Auftragnehmer haben. Die Frage, was im Detail dem Auftraggeber geschuldet wird, wurde genauso detailliert besprochen, wie Detailanforderungen, die die Eingruppierung von Regalen als bauliche Einrichtung bzw. Sonderbauten beschreiben.

Im Fazit lässt sich ableiten, dass generell bei jeder Regalplanung die Einbeziehung der Industriebaurichtlinie notwendig wird, um nicht nur die Gültigkeit zu prüfen, sondern auch ganz speziell die „Nichtgültigkeit“ der Richtlinie.

Unsere Mitglieder auf der LogiMAT

Hagen, 19.03.2018

Vom 13. bis 15.03.2018 fand die LogiMAT auf dem Messegelände Stuttgart statt. Die LogiMAT, Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozess-management, ist eine internationale Fachmesse, die einen vollständigen Marktüberblick und kompetente Wissensvermittlung bietet.

Auf 117.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigten 1.564 Aussteller aus knapp 40 Ländern ihr Produkt- und Lösungsspektrum für effiziente Prozesse in der Intralogistik und gaben 55.300 Fachbesuchern an den drei Messetagen einen guten Marktüberblick.

Wir fragten einige unsere Mitglieder nach ihren Highlights und Produkten auf der Messe.

Für Frau Susanne Stephanblome-Pöhler (oberstes Bild), Key Account Mangerin, Gebrüder Schulte GmbH & Co. KG, war das Highlight u. a. der Regalkonfigurator, den die Firma Schulte im letzten Jahr auf der LogiMAT implementiert hat. Dieser wurde weiterentwickelt und mit einem neuen Layout neu aufgesetzt. „Wir haben viel für unsere Händler gemacht, um da das Geschäft zu erweitern“, so Stephanblome-Pöhler. Kundennähe ist das große Thema bei der Firma Gebrüder Schulte.

Bei der Firma Dexion GmbH gab es zwei Highlights, so Arne Strehlke (zweites Bild von oben, rechts), Country Manager Germany. Zum einen hat die Firma Dexion seit Januar 2018 einen neuen Eigentümer, die Firma Convarri Steel Services aus Spanien, die die Constructor-Gruppe gekauft hat. Zum anderen wird die Automatisierung vorangetrieben. Dexion Convarri Material Handling zeigt Shuttlesysteme, das verfahrbare Regal MOVO und Liftregale. „Ganz wichtig bei den Liftregalen ist das batch packing“, sagt Strehlke, „so dass man einen Auftrag von verschiedenen Artikeln zusammen kommissionieren kann.“

„Die Dinzl-Unternehmensgruppe ist ein Vollsortimenter, deren Bestreben dahin geht, alle Bereiche in einem modernen Unternehmen abdecken zu können“, erklärt Johann Kellner (drittes Bild von oben, zweiter von rechts), Werksleiter bei der Dinzl Ordnungstechnik GmbH. Mit einem umfangreichen Produktportfolio deckt die Unternehmensgruppe die komplette Bandbreite ab und ist auch bei Sonderlösungen der richtige Ansprechpartner, so Kellner.

„Das Highlight dieser Messe ist wie immer unser Komplettangebot an Produkten“, sagt Dr. Joachim Tippke (unterstes Bild, links), Geschäftsführer der Gemac Lagertechnik + Trennwand GmbH, und erklärt, dass Gemac in Sachen Lagertechnik und Raumsysteme Komplettanbieter für alle Industrie- und Endkunden ist, die Interesse an solchen Einrichtungen haben. „Marktführend sind wir im Bereich der Raumsysteme, wo wir Neuentwicklungen präsentieren. Diese Produkte sind z. B. auch im Büro einsetzbar.“ Gemac sieht sich als zuverlässiger Anbieter aus Deutschland, bei dem auf Qualität und Souveränität gesetzt werden kann.

Weitere Informationen zu all unseren Mitgliedern und deren Produkte finden Sie unter dem Mitgliederverzeichnis

Impulsvortrag „Änderungen des Bauvertragsrechtes“

Hagen, 12.03.2018

Zusammen mit den Experten aus dem Industrieverband Tore Türen Zargen e. V. (ttz), Bundesverband Antriebs- und Steuerungstechnik. Tore e. V. (BAS.T) und Fachverband Türautomation e. V. (FTA) fand am 8. März 2018 im Rahmen eines Impulsvortrages zum Thema „Änderungen des Bauvertragsrechts“ beim Verband für Lagertechnik und Betriebseinrichtungen e. V. (LBE) in Hagen eine Informationsveranstaltung statt, die die kommenden Änderungen aufzeigte und auf „Stolperfallen“ bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Vorgaben hinwies.

Das Thema, referiert durch Herrn Rechtsanwalt Michael Halstenberg, Ministerialdirektor a.D., Kopp-Assenmacher & Nusser, wurde von den Teilnehmern mit großem Interesse verfolgt und führte zu zahlreichen Diskussionen, um die Folgen von Gesetzesvorgaben und entsprechenden Formulierungen zu verstehen und auf die einzelnen Gewerke zu übertragen.

Auch wenn es das Ziel des Impulsvortrages war, das Thema erst einmal voll umfänglich darzustellen, wurden doch auch Details herausgearbeitet, z. B. dass die VOB B aufgrund der neuen gesetzlichen Vorgaben keine Privilegierung mehr erfährt und damit in der „Anwendung“ nicht mehr „sicher“ ist. Neben der detaillierten Erläuterung der Zuständigkeit der Landgerichte oder sogenannter Spezialspruchkörper wurden auch die Rechte und Pflichten der einzelnen, am Bauwerk beteiligten, Parteien eindeutig erläutert.

Stichworte wie Rügepflichten, Rückgriff in Bezug auf Einbau-/Ausbaukosten, Abschlagszahlungen oder Feststellung des sogenannten Leistungsstandes waren nur einige wenige Punkte, die angesprochen wurden.

Der Impulsvortrag fand großen Zuspruch bei den Teilnehmern und von Seiten der Verbands-Geschäftsstelle wurde darauf hingewiesen, dass die nun vermittelten Grundlagen in weiteren Workshops produktspezifisch vertieft werden können, was von den einzelnen teilnehmenden Mitgliedsverbänden sehr begrüßt wurde.

Dieses umfängliche Thema zeigt, dass es notwendig ist, „am Ball zu bleiben“ und die Einflüsse und Umsetzung entsprechender neuer Gesetze genau kennen und einschätzen zu können.

In diesem Sinne wird eine Fortsetzung des Themas sicher erfolgen…